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ſtaͤndige Baum der erſten Frucht ſo lange den Saft, und wendet ihn den neuen beduͤrfenden Kindern zu. Sind dieſe aber geruͤndet und voll, dann ſendet der Stamm ſeine Kraft wieder der erſten wie nur gedul⸗ deten Frucht zu, die unſcheinbar und ohne Glanz in den Zweigen hing; ſie wird noch einmal voll, und vol⸗ ler mit dem allerkoͤſtlichſten Safte, von Kindern und Ken⸗ nern geſucht und ihnen doppelt lieb. So war Polydor's Herz wieder voll. Und doch waren die Kinder, gleich⸗ ſam der zweite Schnitt der Orangen, ſchon neben ihm angereift! Wie eine Doppelorange ſollten ſie jetzt aus einander gebrochen werden. Liddy ſollte morgen mit der Mutter fort, damit die fremden Menſchen das Maͤdchen fur ihre juͤngere— Schweſter anſaͤhen, alſo die Mutter verjuͤngten, ob ſie gleich erſt 30 Jahre zaͤhlte, und wenn ſie dann erfuͤhren, es ſey ihre Toch⸗ ter, die junge Mutter des unausſprechlich holden Kin⸗ des wegen glucklich prieſen. Dann konnte ſie wenig⸗ ſtens laͤcheln.
Liddy wußte, daß ſie fort, daß ſie den jungen Freund verlieren ſollte; ſie hatte es ihm vertraut und hinter der Decoration einer freundlichen Bauerhuͤtte ver⸗ borgen, kniete ſie vor dem zu ihr abgeneigt ſitzenden Eugen, und hatte den Kopf auf ſeine Kniee gedruͤckt. Er kuͤßte ihr Haar, ihre Schulter; ſie hob das Köpf⸗ chen in die Hoͤhe, ſie ſah ihn an, er wiegte ſein Ge⸗ ſicht— ſie druͤckte die Augen zu, und ſo kuͤßte er ſie auf den Mund. Dafuͤr wand ſie die Arme um ſei⸗
Schefers neue Nov. 1v. 20


