Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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aus, ſchneidet uns von allen Ranken die Bluͤthentrau⸗ ben ab, bricht allen unſern Wuͤnſchen das Herz aus, gießt Scheidewaſſer auf die blutenden Stellen, und laͤßt uns die Welt mit Aſche verſchneien, und mit ſiedendem Waſſer und Schlamm verlutiren, wie ein luſtig lebendiges, eben am Feſte ſchmauſendes Pompeji Freunde, ſo reißt das Gluͤck uns empor auf einen leuchtenden Picoberg, Erde und Meer liegen wallend und bluͤhend zu unſeren Fuͤßen, das Haupt wachſt einem auf einmal ordentlich groß wie ein Centner⸗ Fuͤrbis, Gedanken ſpringen heraus wie Funken, Funken wie Sterne, Sterne wie Goͤttinnen wie Berenice! Das Herz wird weit, in den Adern rollt Nektar, und man ſteht auf feſten wie golde⸗ nen Fuͤßen! Wie vom Feuer des Himmels getroffen ein trockener Baum brennt, brechen tauſend Bluͤthen aus den vor Kaͤlte geſchloſſenen Zweigen unſeres Le⸗ bensbaumes, er duftet, er ſchuͤttert vor Wonne, die Bienen umſurren ihn aus allen Landen umher, die Nachtigall ſchlaͤgt in der Pracht die Seele iſt trun⸗ ken, ein neuer Fruͤhling bricht aus in dem Fruͤhling, man ahnt, was ein Menſch ſeyn koͤnne, ſeyn duͤrfe und ſolle und wird ein Menſch!

Er war ganz erſchöpft vor Wonne die Freunde vor Leid und innerem Jammerz; ſie getrauten ſich nicht einzuſtimmen in ſeinen Jubel, noch weniger ihm zu widerſprechen; denn ſie empfanden zu nieder⸗ ſchlagend die Macht der Phantaſie, die zu ſchaffen, zu

Schefers neue Nov. 1v. 3