lauten Umgebung ſaßen ſie jetzt auf einmal auf einer gepolſterten Bank in einer Finſterniß, wie vor Erſchaf⸗ fung der Welt. Da hoͤrten ſie Schloͤſſer raſſeln; ein Licht, ein breites, ſtarkes Eiſengitter erſchien vor dem Licht, ein betagtes Weib, wie die alte Zeit, zuͤndete Wachskerzen an, öffnete Behaͤltniſſe und ſammtene Futterale, und enthuͤllt funkelten vor ihnen, wie im Reiche der Todten, nach der Reihe die Kronen und Scepter der vorigen Koͤnige des Landes. Und als das alte Gold ſchimmerte, das Haͤupter umfaßt und ge⸗ druͤckt, die nun Erde bedrückte, als die Diamanten blinkten und blitzten, die Rubine glommen und ſpruͤh⸗ ten, wie unheimliche, unwillige Augen der dunkeln Erde ſelbſt, und die ſchoöne Perle in der Krone, die der König im Parlamente traͤgt, mild leuchtete wie ein Tropfen Milch von der Milchſtraße, waͤhrend un⸗ zählige Perlen im Meere vergangen, und ſie allein,
wie eine Geſandtin der köſtlichen Muſcheln, der Ehre
genoß, im Kreiſe der Menſchen da droben gegenwaͤrtig zu ſeyn— als das blaſſe Weib die Kronen, dann die Reichsapfel hin und her wandte, die Scepter in der Hand bewegte, die goldene Taube neigte, das Schwert der Gnade ohne Spitze ſchwang— da ſaß Fitz Phi⸗ lidor ernſt wie bezaubert, und Gnuͤge und ſuͤße Zu⸗ friedenheit ſtand auf ſeinem Antlitz. Die kleine Tra⸗ goͤdie war aus. Das Weib wollte gehen. Da ſchob er noch einmal drei Schilling unter das Gitter, und die Fee oder Hexe wiederholte, unter tonloſer Begleitung


