Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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kleiner Enkel, Francesco di Broſſano, betruͤbte ihn nur einmal als er ſtarb. M. Francesco Petrarka vermachte warſcheinlich an Violante ſein halbes Ver⸗ moͤgen, und ſandte ihr einſt die herrliche Tochter zu, die ausſah und ihn liebte wie Violante, als jede an⸗

dere Liebe fuͤr ihn dahin war, die ihn pflegte mit weib⸗

licher und töchterlicher Zärtlichkeit, als umwandle ihn, wenn er ſchiummerte, ſeine Violante leiſ'als Geiſt. In ſolchen Stunden empfand er und dachte: Der Menſch kann nie ganz aus dem Kreiſe der Men⸗ ſchen verirren, nie Unmenſchliches fehlen, ſo daß er der

Fruchte des Lebens ganz verluſtig ginge; wie Niemand ſo Hohes verrichten, daß er mehr werth waͤre, als des

Menſchen reines, allgemeines Loos! Und ſo ſegnete er die Hand eines Gottes, die ihm in Franceseca mit dem ſchoͤnſten, wahrſten Lebensgluͤcke, gnaͤdig und treu ſie wendend gerade durch ſeine Fehler ge⸗ ſegnet, woher und wie er es nie gehofft.

Wir ſtreben vieles; mancherlei gelingt,

und manches ſcheint mißlungen; doch die Welt

Lenkt unſer Wirken alles, leiſ' und ſicher.

Was wir am wenigſten gedacht, erhalt

Einſt unſern Namen, wenn das ſcheinbar Beſte

Verlorne Muͤh' war. Andre leben wir,

und Andre denken wir zu ſein; wir ſcheinen

Noch Andre und Andre macht die Zeit aus uns.