Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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tur den Mann erworben. Und ſie begriff nicht, was in der Welt die Gewalt verringern koͤnne, die ſie als einfaches Maͤdchen doch über ihn ausgeubt! Und daß er ſchon fruher geliebtdie Frauen unter⸗ ſcheiden die Zeiten genau, und er war ihr treu, ſo lange ſie ihn kannte alſo zeitlebens, wenn das Leben des Herzens erſt mit der Liebe anhebt. Sie ſah ſein Erſtaunen, und fragte ihn mit jener Stimme, die ſeine Seele anklang: ob er ſie heute zum erſten Male ſehe?

Er ſchwankte zwiſchen Nein und Ja.

Und wo denn vorher? fragte ſie wieder.

Vielleicht in Garignano! meinte er.

Eben dort habe ich eine Schweſter! ſchien Violante ihm zu erlaͤutern.

Eine Schweſter? wiederholte er⸗

Nur eine Milchſchweſter Alalte! lispelte ſie. Ich aber Violante bin Dir Violetta! oder willſt Du lieber, Violetta ſei Dir Violante? Nur ſo, wie Du willſt! Da iſt ſie, erkenne ſie, liebe ſie wieder, wie ſie Dich, unbekuͤmmert um die Welt⸗ Dann leidet ſie Nichts! Sie begehrt nichts weiter! Da haſt Du ſie Beide! Und ſo hing ſie an ſei⸗ nem Halſe und weinte ſanft wie ein Kind⸗

Doch ſein beredeter Mund, der Koͤnige, Kaiſer und Päpſte angeredet, ſchwieg, jetzt zum erſten Male wortlos vor einem Maͤdchen; zum guͤrnen zu ſchwach,