Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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Seiten, aus allen ſeinen Tagen kennen zu lernen, ſelbſt wenn er todt iſt die Welt gewinnt dabei. Aber er lebt noch, ſo lange ich will! So lange ich will! herrſchte Caſtellano. Sie ſtritten und ſteigerten ihre Empfindlichkeit, ja ſie griffen zu den Degen, und waͤren im Kampfe viel⸗ leicht noch Beide eher gefallen, als jene Beide, um die ſie ſich ſchlugen, wenn nicht Arguſſoli ſie getrennt, der zwiſchen ſie ſtaunend herein trat. Caſtellano, welcher die Schweſter erhalten wollte, furchtete, daß Arguſſoli aus Rache zu Mila⸗ no's Entſchluſſe ſtimme; Milano das Gegentheil; aber Beide vertrauten felſenfeſt auf ihn, wenn er ſein Wort gegeben haͤtte:ſie nicht zu verhindern, daß er ſie dann nicht verhindern wuͤrde, Dieſen oder Jene zu opfern, und koſte es ſein eigenes Leben. Wir ſtreiten, weſſen Wille geſchehen ſoll! nahm alſo Milano das Wort. Laßt lieber die Wuͤrfel entſcheiden! ſprach Ar⸗ guſſoli, den Gegenſtand des Streites nicht ahnend. Hier iſt der Becher! Die Bruͤder ſahen ſich an; und Keiner ſeiner Vernunft, nach dem Willen des Andern zu gehorchen fähig, ſchlug aus, einem todten Spiele, einer unſicht⸗ baren, geſpenſtiſchen, ſelbſterwählten Macht die gewuͤnſchte Entſcheidung anzuvertrauen. Sie forderten von ihrem ritterlichen Freunde das Wort: Den ge⸗ währen zu laſſen, der im Wurfe gewönne! Arguſ⸗