Selbſterwählte Macht.
Er ging von ihr zu Caſtellano, der von weni⸗ gen Mittheilungen eben ſo flammte wie Milano.— „Sie muß ſterben!“ ſprach er.
„Furchtbarkeit des Ungluͤcks“— fuhr er fort— „in welchem das wunde Herz— das wogende Blut und die vergoſſene Galle Alles raͤchen muͤſſen! In ruhigen Tagen waͤre das anders! Aber nun vermoͤ⸗ gen wir nicht mit Schande abzutreten, und ſie ſollen die Lehre merken: ſterbende Loͤwen nicht zu reizen!“ — Fruͤher Francesco geneigt, beſtimmt' er nun ihn dem Verderben; und ſo hatten die Bruͤder die Neigun⸗ gen umgetauſcht; denn Milano wollte nur Violante geopfert ſehen; Caſtellano: Francesco; und hals⸗ ſtartig, wie die Braͤder beide waren, mußten Beide, um das beſchloſſene Opfer zu haben, Jeder dem Andern das Seine uͤberlaſſen— und dadurch war Keines frei gegeben, und die Schuldigen Beide ſollten ſter⸗ ben. Umſonſt nahm Milano den Francesco in Schutz, dſſen Ermordung ihren Untergang aus allge⸗


