Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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ſonſt— ſonſt hatt' ich Dir nicht ſo viel Gluͤck und Feinheit zugetrauet. Manches iſt ſo einfaͤltig, daß es gerade den kluͤgſten Menſchen ſcheint, es werde es nie⸗ mand unternehmen, noch weniger ausfuͤhren— und ehe ſie ſich's verſehen, iſt es in vollem Gange und drohet auch ihnen Verderben— weil niemand ihm widerſtand! So ſchlafe auch wohl, Du ſchoͤne Hexe!

Doch als Beide in ihren Betten ruhten, war ſie unerſchoͤpflich in Fragen, und beſeufzte jede ihr Herz erregende Antwort, bis ſie, ſich ſelbſt vergeſſend, Vio⸗ lanten nach ihrer Weltkenntniß manchen Einſchlag zu ihrem Verhalten gab.

Auch Capra gab ihr Muth, der des andern Tages auf die Villa der Giuſtina kam, ſich als Geiſtercitirer melden laſſend, und mit komiſcher Wendung dann dieſe bei ſeiner begeiſternden und be⸗ geiſterten Haushaͤlterin zu Pathen bat. Giu⸗ ſtina konnte unmoglich umhin, ihm Violante's Geſchick durch ſeine, nun ihm zuruͤckgegebenen Worte verſtaͤndlich anzudeuten, und der Erroͤthete ſank voll Ehrfurcht beinahe vor dem„luͤcklichen, unſterblichen“ Maͤdchen auf die Kniee. Er pries ihr Loos, und er⸗ bot ſich zu Allem, was ſie nun zu wuͤnſchen ihm die Ehre erzeigen wolle, daß ſelbſt die dadurch erſt angſt⸗ voll gewordene kuͤnftige Mutter laͤcheln mußte zu dem Eifer und der Freude des Alten.