Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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und ich darf ihm nur ſagen: Du biſt die Emmeline ſo iſt er dein Schuldner, und was deine Hilda ge⸗ beten, iſt leicht erfullt! Ich bitte Ihn! Er und die Tochter kommen jetzt eben zu einer kleinen Abendtafel zu mir. Du bleibſt!

Dem Fraͤulein Schreckhorn ward in der todten Huͤlle ihrer Freundin Warnkonig, die es vorſtellte, geſpenſterhaft zu Muthe und utheimlich, wenn es an die Loͤſung dachte! Das Studentenkleid blieb ihre Zuflucht; und doch fuͤhlte ſie öfter nach dem Briefe der todten Tochter der Baroneſſe. Dieſe zeigte der vermeintlichen Tochter jetzt ihren Vater; und daß ſie mit ſtorriſcher Kälte, ja mit leiſer Nicht-Achtung, das Bild alsbald bei Seite legte, ſchien der frommen Frau zu gefallen. Sie zeigte ihr den betrogenen Mann, und ſichdie Schlange um das Bild und daß ſie die Augen davor ſchloß, daß ſie der alſo beſtraften Mutter die Hand mitleidig druͤckte und wegging, ſchien wieder der frommen Frau zu gefallen. Endlich zeigte ſie ihr auch das Kinderzeug der kleinen Tochter, das ſie ſonſt heimlich, jetzt unverſchloſſen aufbewahrt ein Haͤub⸗ chen von grauer Leinwand, ein Hemdchen von grober Sackleinwand, ein hartes Bettchen mit Huͤhnerfedern geſtopft weil ſie das Kind gehaßt. Und daß die Tochter daruͤber nun weinte, erweichte die Mutter zu Thränen; ſie ſchluchzte, ſie fiel vor ihrem Kinde nieder, ſie bat ihr auf ihren Knien die Schuld an der Natur und an ihr ab, und wollte ſich nicht von ihr aufheben