Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Die ausgeſtellte Wache der Rauber hatte die Stunde der Ratte in peinlicher Angſt erwartet, jetzt trat der Mann vorſichtig in das Gehoͤft, nahte vorſichtig dem Fenſter um zu ſpaͤhen, ob ſeine Genoſſen, ergriffen oder ermordet waͤren. Da gewahrte er, vom Morgen ge⸗ roͤthet, den Kopf des Prieſters zum Fenſter herausge⸗ ſtreckt, auf ſeine leiſe Frage ein Gelaͤchter aufſchlagend. Er ſprach jetzt bei ſich, die friſche Luft iſt kein Mittel gegen Dein Lachen! aber daß ja nicht Alle zugleich munter werden! Daß nicht Verwirruug und Unheil entſteht! So trat er hinein. Er verbrannte jetzt die goldſchimmernde Blume am faſt verloͤſchenden Lichte der großen Laterne; er holte Gefaͤße, er holte Waſſer, und ſtellte die Fuͤße des Prieſters hinein, und ſeiner Genoſſen, und legte, waͤhrend ſie zuckten und ſchauder⸗ ten, aus Erbarmen das kleine Kind von der Erde in das Bett, richtete mit Muͤhe die unbeholfene Orhota auf und ſetzte ſie auf die Polſter. Indeß war der Prieſter erwacht; er gaͤhnte, er rieb ſich die Augen, er rieb den in der Nachtluft faſt erſtarrten alten Kopf, ſagte noch träumend, wie viel er Geſtirne gezaͤhlt, was ſie unter ſich und mit ihm geſprochen, wie die Nacht⸗ gewoölke ſich angerufen: aufzuſtehn und den Thau auf die Blumen und Knospen zu ſprengen; was der alte hohe Campherbaum mit dem Hauſe geſtritten, und was fuͤr ein altes herrliches Lied der Morgenwind ſich

gepfiffen!