er ſtreckte ſich ſtarr in den Seſſel, ſchlief vernehmlich und feſt mit offenen Augen und lächelte. So ſaßen ſie Alle. Jetzt qualmte der hellblaue Rauch dicker in das Zimmer aus duͤnnen Roͤhren die durch die Wand gebohrt, kaum das Geraͤuſch einer Maus erregt.
Da ging die Thuͤr leiſe auf, ein Kopf erſchien, ein Fuß auf der Schwelle, die ganze Geſtalt eines Räubers. Es war vielleicht ſein erſtes Werk; denn vor Verwunderung und Mißtrauen, ob die ſtarr ihn anglotzenden Menſchen auch wirklich ſchliefen, ſich nicht verſtellten und plotzlich aufſprangen, vergaß er eine goldſchimmernde Blume aus allerhand Spezereien ge⸗ macht, zu verbrennen, deren Wirkung ihn ſelber vor dem Duft im Zimmer ſchutzen ſollte. Und ſo trat er mit vorgehaltenem Schwerdt auf den Colao los, er ſetzte ihm die Spitze auf die Bruſt, und bewegte die Hand vor ſeinen Augen, ob ſie zuchten„Der ſonſt immer wohlwollende Mann lachte nur⸗ als wolle er jetzt auch dem Raͤuber wohl, daß er menſchlicher als andere Raͤu⸗ ber, die zu Beraubenden nur ſo lange zu toͤdten ſcheine, als ihm nöthig ſey, dann moͤchten ſie wieder außſtehen, leben und— weinen! Aber vielleicht von der innern Anſtrengung, ihrem Manne zu Huͤlfe zu kommen, der ſo bedroht ſchien, ſank Orhota nach vorwärts platt auf die Erde, und lachte dumpf am Boden— vor Angſt. Auch Semakuang lachte— vor Zorn— und die wahrſcheinlich erwachten, aber zugleich von dem kuͤnſtlichen Schlaf⸗Dunſt befangenen Knaben, lachten


