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der Sohn ſie mir nennen, daß ich ſtatt ſeiner mir fortgenommenen Schweſter ein Mädchen herumzutragen und zu lehren hatte! Nun iſt ſie Braut mit dem Prieſter des Kaiſers.
Dem Prieſter? fragte Semakuang⸗
Die Alte nickte. Ja, ſprach ſie dann, Hiao⸗Ti hat befohlen, daß hunderttauſend Prieſter ſich verhei⸗ rathen, und morgen iſt hunderttauſendfache Hoch⸗ zeit im ganzen himmliſchen Reiche, auch bei uns mit Li⸗chaokiun dem Prieſter des„alten Knaben“ oder des Lao⸗tſe, zu deſſen wunderbaren Lehren und Wer⸗ ken ſich der Kaiſer wuͤrdigt oder entwuͤrdigt zu beken⸗ nen; denken die Andern; denn alles Reden, nur
von zwei Menſchen auf den Wegen und Plätzen iſt jetzt bei harten Strafen verboten, und kaum das darf Einer dem Andern ſagen, ſo Juͤrchtet der Vater aller Väter ſeine eigenen Kinder!— Aber ſiehe nur, was der Li⸗chaokiun ſeiner Braut fuͤr ſchoͤne Ge⸗ ſchenke gebracht hat! Zeige ſie uns, mein liebes Kind! C2 und Moliwha ſtellte zuerſt ein Porzellan⸗Gefaß mit Blumen auf den Tiſch vor Semakuang, der zwar ſehr friſch und ſchoͤn bluͤhende, aber nur ge⸗ meine Roſen, von der weiß und rothgemengten großen Blume der Wenetſen„Knigin der Foin darin ſah.. — Ihr xuter iſt ihre Koſtbarkeit, P ich Dir verrathen, erklärte ihm Lamoéb. Sie ſind in der


