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bis jetzt die aufſproſſende Pflanze der verewig⸗ ten Schweſter, dieſe aber war hoch und ſchoͤn herangewachſen, verſprach ein tuͤchtiger Frucht⸗ baum zu werden, nur die dem Juͤnglinge zu Zeiten eigene Stille machte den zaͤrtlichen Waͤr⸗ ter beſorgt.
Vor einigen Stunden erſt, war ihm Gele⸗ genheit geworden, Julien ſein Lebewohl zu ſa⸗ gen. Der Mund ſchwieg, die dem Auge ent⸗ quellende Thraͤne aber war der beredte Zeuge der Herzens⸗ Empfindung gleichgeſtimmter, gleichfuͤhlender Seelen, und der erſte Kuß ei⸗
ner unentweihten heiligen Liebe Kseißerte Beide zum Schwur ew'ger Treue.
Ein harmoniſcher Accord gleich dem verhal⸗ lenden Tone einer Aeols⸗Harfe ward den Lie⸗ benden vernehmbar, und von der Billigung ihrer Schutzgeiſter ͤberzeugt, verlohren ſich die Ahndenden im ſtillen Gebethe zur Erfullung ihrer hochſten Waͤnſche.
Spaͤt erſt trennten ſich die Freunde. Hein⸗ rich eilte ſeinem Stubchen zu.


