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Die Kirche hatte die Freunde der Ratur in ihrer heiligen Mauer verſammlet, einſam wandelte daher Ludwig unter dem Schatten duftender Baume.
Zwei Damen, von einem zudringlichen Bettler verfolgt, bogen jetzt um die Ecke einer Seiten⸗Allee.
Unverſchaͤmter wurde der Drang des Verfolgers, und ob ihm gleich von der Aelteſten der Luſtwandeln⸗ den eine Gabe gereicht ward, ſo ſchien ihm dieſe
dennoch nicht hinreichend. Ungeſtuͤmer ward die For⸗
derung des Hinkenden, aͤngſtliche Blicke warfen jene, Huͤlfe ſuchend, um ſich her, und vertrauend auf die Einſamkeit bat dieſer, ſeinem Vortrag durch ein ge⸗ ſpanntes Piſtol Gewicht gebend, um das mit Bril⸗ lanten umſetzte Bildniß, welches die juͤngere Dame am Halſe trug.
Ritterſinn und die Pflichten des Ehrenmannes erforderten Ludwigs Beiſtand. Hinter dem bergenden Baume hervor, trat der erſehnte Retter, und eilend ſprang mit Hinterlaſſung ſeiner Kruͤcken, der Hin⸗ kende uͤber den naͤchſten Graben.
Herzlich dankend bat die ältere Dame um ſeine Begleitung, die Juͤngere aber legte, ohne auf das mißbilligende mais und ma chére der Keuchenden zu hoͤren, das ſchoͤne weiche Aermchen unter Scherzen und ausgelaſſener Froͤhlichkeit, in die gekruͤmmte Rechte des Erloͤſers, dem der Fruͤhlingsmorgen und die Zudringlichkeit des ſchnell geheilten Raͤubers, die herrlichſte Veranlaſſung zur Fortſetzung des Geſprächs verſchaffte.
Die beruhigende Antwort auf die ʒiche nach


