Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

298

rief Don Mathias, und uͤberließ ſich ohne Ruͤckhalt den Aufwallungen ſeines beleidigten Gelehrtenſtolzes.

Der Streit ward ſo lebhaft, daß ich daran verzwei⸗

felte, Don Carlos von dieſem Wortwechſel abzubrin⸗ gen, und ſo ſetzte ich meinen Weg weiter fort.

Wenn man auf den Gipfel der langen Hoͤhenzuge gelangt, welche ſich auf der einen Seite an die Pyre⸗ naͤen anlehnen, auf der andern eine Schranke gegen den Ocean bilden, ſo erblickt der Reiſende unter ſich ein weites und tiefes Thal, das von mehreren Kanaͤ⸗ len durchkreuzt wird. Die Bidaſſoa iſts, die hier zwiſchen einengenden Bergen, am Paß Behobie, da⸗ hergefloſſen kommt, und ploͤtzlich ihren Strom in mehrere Arme theilt, ſie dann eine halbe Meile wei⸗ ter hin in ein durch Suͤmpfe erweitertes Bette wieder vereintht, und ſich darauf in den Schooß des weiten Meeres ergießt. Vor uns auf den Hoͤhen der Berge erhebt ſich die Einſiedelei von Sanct Martial; ein viereckiger Thurm, den eine Haͤuſermaſſe umgiebt, ſchmuͤckt unten den Grund des Thals; dort liegt Irun, weiter hin an der Scheidegrenze des Oceans zeigt ſich Fontarabia, und am Abhange der ftanzoͤſi⸗ ſchen Huͤgelkette liegt der Marktflecken Andaye hin⸗ gelehnt.

Alle dieſe Punkte erinnern an Namen, die ewig unter den Menſchen gefeiert bleiben werden. Hier iſts, wo wie die Eroberer ſagen es ſeit

Ludwig dem Vierzehnten keine Pyrenaͤen mehr giebt;

und doch exiſtiren ſie noch immer, weil die bloße

Waffengewalt nicht im Stande iſt, die Scheidewaͤnde,