Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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heiße Thraͤnen, Frau Hiriart ſagte wiederholt zu ihren Nachbarn:Ich habe mich wohl nicht ge⸗ taͤuſcht, wenn ich beſtaͤndig zu ihren

alle Basken ſagten daſſelbe.

Die Spanier hatten die Landſtraße ineſchlugeth welche zu den ufern der Bidaſſoa fuͤhrte; ich dagegen gieng die naͤchſten Fußſteige, um wieder die große Straße, die nach Madrid fuͤhrt, zu erreichen. Sehr balb kam ein Reiter mit verhaͤngtem Zuͤgel hinter mir her geritten, und mein Freund Don Carlos druͤckte mir zaͤrtlich die Hand.Werdet ihr mir es wohl glauben, daß ich erſt nach der Abreiſe Alonſo's und Maria's auf dem Gipfel des Atzulal angelangt bin? Ich glaube das ſehr gern, erwiederte ich; die Zeit geht immer geraden Weges fort, warum ſollte ſie daher nicht raſcher gehen als ihr? Die Schuld liegt nicht an mir, antwortete er, ſondern an dem großen Kaiſer und Koͤnig Karl dem Erſten oder Karl dem Fuͤnften, wie ihr ihn vielleicht zu nennen beliebt. Der Druck der unumſchraͤnkten Gewalt erzeigt Muͤßiggang, waͤhrend die Waͤrme der Demperatur Thaͤtigkeit erzengt. Diesmal indeß ward ich durch ein wichtiges Intereſſe fern von der Koͤnigin meiner Gedanken zuruͤckgehalten. Ich er⸗ fuhr naͤmlich zu Urdax, daß die Bande meines Bru⸗ ders durch einige Biscajer verſtaͤrkt worden ſei⸗ Dieſe Voͤlker, welche von jeher frei und republikaniſch waren, ſehen nun mit Betruͤbniß, daß die konſtitu⸗ tionelle Regierung das durchſetzt, was ſelbſt der große Karl der Dritte nicht zu bewirken vermochte, daß ſie