Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1825)
Entstehung
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269 alle ͤbrigen ſchwiegen ſtill, blos die Lippen des be⸗ jahrten Don Mathias murmelten leiſe einige Stellen aus den Concilienbeſchluͤſſen und den Schriften der Kirchenvaͤter, die er dieſen Grundſaͤtzen entgegenge⸗ ſtellt haben wuͤrde, wofern er es gewagt haͤtte, gegen ſeinen Oberen ſeine Stimme zu erheben. Zwiſchen ſeiner ſechzigjaͤhrigen Verehrung der Floſterzucht und zwiſchen der Ungeduld, ſeine ſo lange ſchon vergra⸗ bene Gelehrſamkeit oͤffentlich auszukramen, in die Enge geklemmt, haͤtte er es gern geſehen, wenn ihm jemand mit einem Beiſpiel von Muth vorangegangen waͤre. Er zupfte daher den Fray Aparicio, der ſo⸗ fort aufſtand; doch beim Anblick dieſer ſchweigenden und regungsloſen Verſammlung ſank der ſtreitluſtige Moͤnch wieder auf ſeinen Seſſel zuruͤck, als ob die Blitze des Vatikans ihn bereits getroffen haͤtten. Endlich bat ein Ordensgeiſtlicher, und zwar der be⸗ ſondere Freund des Prior, um die Erlaubniß, dieſen Grundſätzen, wovon ſo eben die ganze Kloſterge⸗ meinde erbaut worden, ſeine Huldigung zu bezeigen⸗ Er ſprach lange von den Verfolgungen Tiber's und Diocletian's, und von den Pruͤfungen, aus welchen die Kirche ſtets ſiegreich hervorgegangen ſei; allein er verhehlte nicht, daß diesmal das Uebel ſeinen Sitz im Herzen habe.„aßt es uns nur geſtehen,“ fuhr er fort,„die Anſteckung hat blos darum die Heerde ergriffen, weil die Hirten ſelber davon befallen ſind⸗ Diejenigen, welche im Heiligthum der Kirche die Er⸗ ſten ſind, ſind zugleich auch die ſchuldigſten. Die Geiſtlichkeit, welche man mit einer ſehr paſſenden