und ſagte ihm, daß Fray Aparicio und Fray Vi⸗ cente mich herumfuͤhren ſollten.
So war ich denn recht dazu beſtimmt, daß ich in dieſem Spanien, welches mir ſo ganz neu war, uͤberall alte Bekanntſchaften antreffen ſollte. Es ward mir ſehr leicht, den Fray Vicente an dem Hie⸗ ronymitengewande wiederzuerkennen, das er in die⸗ ſem Dominikanerkloſter, wohin er durch die Reaction verbannt worden war, noch immer trug. Auch den Fray Aparicio, obwohl er die weiß und ſchwarze Kutte angelegt hatte, unterſchied ich ohne Muͤhe von dem andern an ſeinen rohen Manieren, an ſeinen Geberden, an ſeiner Sprache. Bei unſerem Eintritt in die erſte Zelle fragte er mich, ob es wahr ſei, daß die Ruſſen in Nieder⸗Navarra erwartet wuͤrden. „Man ſpricht ſehr davon,“ fuͤgte er hinzu,„man verſichert, daß die Quartiere fuͤr ſie ſchon gemacht, und die Magazine in Bereitſchaft geſetzt ſind. Sie moͤgen immer kommen!“ fuhr ſodann der Moͤnch
mit einer Lebhaftigkeit des Geberdenſpiels fort, die
man wohl nur in der Halbinſel antrifft,„ſie moͤgen kommen! und ſie werden alle umkommen! Die Ge⸗ beine von einer Million Franzoſen, die den Boden Spaniens duͤngen, liegen hier, um den angreifenden Feinden das Schickſal anzukuͤndigen, das wir ihnen bereiten.“ Die Unwiſſenheit des Fray Aparicio be⸗ ſchraͤnkte ſich nicht blos auf die politiſchen Bewegun⸗ gen; ſondern er ſprach auch uͤber die Entfernung und Macht der Staaten allerlei Dinge, woruͤber der vor⸗ malige Kapellan Maria's an ſeiner Statt roth wurde.


