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daher durch lange Corridore bis in das enge Gemach des Priors, der dieſen Tag gerade nicht mit den uͤbrigen unten im Refectorium erſchien, weil der Erzbiſchof ſeines Sprengels ſo eben im Kloſter ein⸗ getroffen war. Ein violetter Leibrock war das ein⸗ zige, wodurch das geiſtliche Oberhaupt ſich auszeich⸗ nete; denn der Prior war, vermoͤge eines gar nicht ſeltenen Vorzugs, mit den biſchoͤflichen Abzeichen be⸗ kleidet und trug, gleich jenem, den Ring und das Kreuz. Beide unterhielten ſich mit einander, indem ſie an einer Tafel ſaßen, worauf ſich nichts weiter befand, als zwei Schuͤſſeln mit Gemuͤſe, die einzigen Speiſen, welche die Regel des heiligen Dominicus erlaubt, ferner Branntewein, Waſſer, eine Kohlen⸗ pfanne nebſt Cigarren, die Tabaksdoſe des Erzbi⸗ ſchofs und ſein Hut mit einer gewaltigen gruͤnen Kraͤmpe. Der Prior nahm meine Bitte mit einer ſeltenen Herzlichkeit auf. Sein Auge war feurig, auf ſeinen Lippen ſchwebte ein freundliches Laͤcheln, und er bot mir eine Pajita und ein Glas Branntewein an, das ich vergebens abzulehnen ſuchte.„Brav!“ ſagte er zu mir;„ein Franzoſe fuͤrchtet ſich vor ſtar⸗ ken Getränken nicht. Ihr habt gewiß den Krieg mitgemacht, vielleicht ſogar gegen uns; ich fuͤr mein Theil habe mich auch in dieſem Handwerk verſucht. Jezt, wo das gute Einverſtaͤndniß wieder hergeſtellt iſt, wollen wir auf die Geſundheit des Koͤnigs von Frankreich trinken, und nachher auf die des Mar⸗ ſchall Soult, der mich haͤtte koͤnnen erſchießen laſſen, und es doch nicht gethan hat.“ Der gute Prior


