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Drittes Kapitel.
Sobald Sor Maria de los Dolores erfuhr, daß der Sieg von Arapiles die Stadt Madrid dem eng⸗ liſch⸗ſpaniſchen Heere uͤberliefert hatte, wollte ſie ſogleich in die Hauptſtadt zurucktehren, die ſie für immer den Haͤnden der Franzoſen entriſſen glaubte. Ich weiß nicht, ob ſie ſich mehr ſehnte, wieder zu ih⸗ rer anvertrauten Heerde zu gelangen und die Zuͤgel ihrer Herrſchaft wieder zu uͤbernehmen oder fern von dieſen ketzeriſchen Verhandlungen der geſetzgebenden Cortes hinwegzufliehen. Sie reiſte ab, ohne von der Markiſin Abſchied zu nehmen, deren Herz ſich tief dadurch verletzt fuͤhlte, daß ſo jenes fruͤh beſtan⸗ dene liebevolle Verhaͤltniß auf immer abgebrochen wurde.
Als ſie auf ihrer Reiſe in die Schluchten der Si⸗ erra Morena gelangte, ward ihr Wagen von Raͤu⸗ vern angehalten, welche durch eine junge Frau zum Raube und zum Morde angeſpornt wurden. Sie Lonnte blos dadurch ihr Leben retten, daß ſie ein rei⸗ ches Loͤſegeld anbot, und um ihr gegebenes Wort und die Erfuͤllung ihrer Verſprechungen zu verbuͤr⸗ gen, nannte ſie ihren Namen und Stand. Sogleich warf ſich der Raͤuberhauptmann vor ihr auf die Kniee und kuͤßte mit dreiſter Artigkeit ihre Hand. Er bot ſich an, ſie zu geleiten, indem er die Frevelthat ſeiner Bande dadurch zu entſchuldigen ſuchte, daß man ſie ungluͤcklicher Weiſe fuͤr die Graͤfin D**


