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Jungfrau, wollt' ich ſagen,“ rief die ehrwuͤrdige Mutter aus,„ich glaube gern, daß ein gutdenkender Ketzer tauſendmal mehr werth iſt, als ein Katholik, der ein Deiſt und ein Freiheits⸗ und Gleichheitsma⸗ cher iſt. uebrigens— fuͤgte ſie hinzu, indem ſie die Augen zum Himmel emporhob— wer weiß, ob nicht die goͤttliche Vorſehung blos darum unſere Un⸗ faͤlle zugelaſſen hat, damit die Englaͤnder, mit uns vereint und Zeugen der Wunderwirkungen unſerer erhabenen Religion, endlich wieder in den Schooß der gemeinſamen Mutter, der heiligen roͤmiſch katho⸗ liſchen Kirche zuruͤckkehren?“
Der Erzbiſchof ſtieß einen Seufzer aus, und die Aebtiſſin hielt ihre Augen feſt auf den Englaͤnder ge⸗ richtet, das Geſtaͤndniß ſeiner nahen Bekehrung er⸗ wartend; doch dieſer ſchuͤttelte mit dem Kopfe und ſagte ganz ernſthaft:„Ich glaube das nicht.“ Dieſe Aeußerung brachte in der unterhaltung eine augenblickliche Stockung hervor, welche ich dazu be⸗ nutzte, um mich eilig zu entfernen.
Auf dem Platze von San Francisẽo unterhielten ſich mehrere Maͤnner aus dem Volke ſehr lebhaft und laut mit einander. Aus einer von dieſen Gruppen trat der alte Enriquez hervor, der auf eine Gerichts⸗ dienerſtelle bei den Cortes wartete, die ihm fuͤr ſeine vieljahrigen Bemuͤhungen verſprochen war. Dieſer vormalige Matador kam auf mich zu und ſagte: „Ich kann unmoͤglich alles glauben, was man er⸗ zaͤhlt. Der Herr Don Alonſo kam mir immer vor, wie der Sohn des heiligen Muth's und der heiligen


