Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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kamen an die Straße heruͤber geeilt, um bieſe pracht⸗ volle Squipage in der Naͤhe zu betrachten; noch nie hatten ihre Augen etwas ſo glaͤnzendes geſehen.

Don Carlos winkte, und der Wagen hielt plotz⸗ lich ſtill. Er eilte ſogleich an denſelben hinan, be⸗ ſann ſich aber ſogleich wieder auf ſeinen unterdeß zu⸗ ruckgebliebenen Reiſegefahrten, und drehte ſich zu mir mit den Worten um:„Wir werden uns ſehr bald wieder zuſammen finden! Nehmet es nur nicht uͤbel; Freunde beduͤrfen ja erſt keiner gegenſeitigen Foͤrmlichkeiten!“ Dann neigte er ſich geheimnißvoll an mein Ohr und fläͤſterte mir zu:„Sie iſt es!“ Mit dieſen Worten druͤckte mir der Spanier mit einer außerordentlichen Freude und Zaͤrtlichkeit die Hand, und ſprang ſodann in die Kutſche hinein, welche raſch weiter fuhr. Ich blieb allein zuruͤck, ohne von der Sache das geringſte weiter zu wiſſen, außer daß ſie es ſei.

In dem kleinen Wirthshauſe der Frau Hiriart das ich ſehr bald erreichte, gieng es ſehr lebendig und geraͤuſchvoll her. Unter dem verwirrten Rufen der Stallknechte, Dienſtmaͤdchen und Lakeien hoͤrte man deutlich die Donnerſtimme von Don Carlos hervor. Faſt in einem und demſelben Moment gab er uͤberall zehn Befehle auf einmal, aͤrgerte ſich, daß ſie nicht ſogleich erfuͤllt wurden, und war aͤngſtlich beſorgt, daß ſie nicht etwa irgend eine Entbehrung oder einen Aufſchub erleiden moͤchte. Ich ſah nun wohl, daß ſie es war.