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Bogengang angezuͤndeten Laternen entfernten jeden Gedanken an irgend ein Geheimniß; ich trat daher unter dieſe ehrwuͤrdigen Gewoͤlbe und kam an die Treppe zu einem unterirdiſchen Gemach, in welchem zahlreiche Stimmen heilige Hymnen ſangen. Bei der Gemüthsſtimmung, worin ich mich befand, konnte es fuͤr mich nichts ruͤhrenderes geben. So gelangte ich denn an eine dunkle Kapelle. Die bei⸗ den Wachskerzen des Altars warfen einen daͤmmern⸗ den Schein auf drei bis vierhundert Bewohner der Vorſtaͤdte, die auf den Knieen liegend die Pſalmen nachſangen, die ihnen ein Geiſtlicher, der neben dem Sakramenthaͤuschen ſtand, vorſang. Es waren blos Maͤnner, und die tiefſte Andacht herrſchte unter ihnen. Drauf erhoben ſie das Haupt, um eine Rede des Geiſtlichen anzuhoͤren; dieſer war der feu⸗ rige Fray Cayetano.
An den Altar ſich lehnend, verkuͤndigte er ihnen, daß die langen Greuel der lezten Regierung, die nachſichtige Vorliebe der Reichen für die giftigen Grundſaͤtze des Janſenismus und der Philoſophie, die ketzeriſchen Anmaßungen der Civilgewalt, die Er⸗ ſchlaffung der Bande der Ehrfurcht und des Zu⸗ trauens, welche ſeit ſo langen Zeiten immer die Voͤl⸗ ker an ihre geiſtlichen Seelenhirten geknuͤpft haͤtten, daß alle dieſe Verbrechen zuſammengenommen den Arm des Vertilgungsengels auf die Halbinſel geru⸗ fen haͤtten. Indeß das katholiſche Koͤnigreich werde noch durch die Gebete der Ordensgeiſtlichkeit ge⸗ ſchuͤtzt, und koͤnne daher nicht untergehen, und die


