Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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hei uns nicht neben das Grab ihres Sohnes ſetzen, welchen Gott zu ſich nahm, noch auch vermag die Braut mit Thraͤnen und Blumen das Grab des Juͤnglings zu beſtreuen, an deſſen Seite ſie leben und ſterben wollte; das Kind ſtreckt hier vergebens ſeine Arme nach dem Schatten derjenigen aus, deren Blut und Milch es in ſeine Adern aufnahm, und es kann nie ſo groß werden, um bis an den Grabſtein hinanzureichen. Der Karalbe, wenn er die Huͤlle ſeiner Vaͤter auch nicht dem Erdenſchooße zuruͤckgiebt, ſo vertraut er ſie wenigſtens den Zweigen eines bluͤ⸗ henden Baumes an; bei uns in Spanien dagegen muß alles, von der Wiege bis zum Sarge, eine traurige Geſtalt fuͤr den Menſchen annehmen. Der Kaſtilianer ſcheint ſelbſt noch als Leiche den Anblick

eines lachenden Gruͤns und kuͤhlen Baumſchattens

zu ſcheuen.

Bei dieſer Unbekanntſchaft mit den Schoͤnheiten der Natur und den Reizen des Landlebens glauben einige wohlhabende Familien den Luxus des Abels der Nachbarlaͤnder nachzuahmen, wenn ſie in den

Thalſchluchten, welche die Hochebene von Madrid

durchſchneiden, einen Pavillon und einen Garten beſitzen. Der Beſitzer ſchuͤttelt dann jeden Sommer einmal das Joch ſeiner Verhaͤltniſſe und Verpflich⸗ tungen am Hofe ab, um in dieſen Luſthaͤuſern ein zeremonioͤſes Mittagsmahl zu geben, und dieſes Feſt⸗ mahl, das blos der Langeweile ſeine Einfuͤhrung verdankt, iſt vermoͤge der Erwartung und der Ruͤck⸗ erinnerung daran im Stande, das ganze Jahr hin⸗