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halten; ſie ſchuf uͤberall Ctent, unb vermochte boch nirgends das Raubweſen zu unterdruͤcken. Alle dieſe Urſachen vereinigten ſich, um aus unſeren Staͤdten, vor allen aber aus der Hauptſtadt, ein Gefaͤngniß zu machen, aus welchem, wie es ſcheint, die Todten allein herausgehen duͤrfen.
Das Land, wo das Daſein bewegungsloſer und eintoniger iſt, als irgendwo, verſteht nicht einmal Graͤber anzulegen. Mitten auf dem Boden, unter welchem der Arme begraben liegt, ohne daß irgend ein chriſtliches Zeichen den Platz andeutet, unter wel⸗ chem ſeine Aſche ruht, ſind dicke, parallel laufende Mauern zum Gebrauch der Reichen und Großen auf⸗ gefuͤhrt. Eine jede enthaͤlt in ihrer Vertiefung vier Reihen von Saͤrgen, und Tafeln von Marmor oder wohl gar von Gyps, welche in geraden Linien auf der Schauſeite dieſer Mauern gleichſam wie Faͤcher dieſer Todtenbibliothek neben einander hingereiht ſind, erhalten auf kurze Zeit das vergaͤngliche An⸗ denken an Rang und Stand der Erblichenen. Richts iſt ſo wenig religiös, ſo wenig geeignet, um das Herz zu ruͤhren und zu befriedigen, als der Anblick dieſer Begräbnißmauern, welche die franzöſiſchen Soldaten nach der Beſitznahme des Kirchhofs ſehr paſſend Spaliere von Grabſtaͤten nannten. Dieſe karge Vertheilung des Raumes verletzt die Seele, indem ſie noch in die Zerſtoͤrung des Todes eine Art von Symmetrie zu bringen ſucht. Der Tod wird auf dieſe Weiſe bei uns eine weit ſtrengere Scheide⸗ wand, als irgend anderswo. Die Mutter kann ſich


