Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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du gehſt jezt alſo in den Kampf fuͤr Spanien und fär Don Ferdinand! Diesmal wenigſtens werde ich an deiner Seite ſein; deine Schweſter wird deine Ge⸗ fahren theilen und zuerſt unter allen eine Augenzeu⸗ gin deines Waffengluckes ſein. Das Gluͤck, welches ich empfinde, meinen Bruder wiederzufinden, und zwar ihn mit Ruhm bedeckt wiederzufinden, wiegt alle Leiden meines Lebens auf.“

Sie hielten ſich umarmt. Die Gitana ſtand auf, und indem ſie auf ihrer Schulter die langen Falten ihres weißen Schleiers zurecht legte, ſtreckte ſie ihre Hand uͤber beide aus und ſagte:»Eure Herzen thun, ſelbſt ohne ihr Wiſſen, nie einen Wunſch, der nicht einſt erfuͤllt werden muͤßte.“

Die Markiſin fuchte vergebens von ihr eine Er⸗ klaͤrung dieſes Hrakelſpruches zu erhalten. Die Zigeunerin ließ ſich nicht bewegen, und als Don Car⸗ los ſie wegen ihrer Anſpruͤche auf das Wahrſager⸗ talent zum Beſten hatte, antwortete ſie auf ſeine Spottreden mit einem Blicke, worin Zorn funkelte. Um ihre Erbitterung zu beſaͤnftigen, umſchlang er ihre ſchlanke Geſtalt und nannte ſie die reizendſte al⸗ ler Andaluſierinnen; allein ſie wies ihn mit einer Miene voll Unwillen und Verachtung von ſich, in⸗ dem ſie ſagte:»Seid nicht ſo vertraulich, man konnte ſonſt denken, daß ihr mich fur eine Herzogin hieltet.“

In dieſem Augenblick erſchien der Sohn des Enrique Enriquez. Er kam, um der Gattin Bar⸗ tolomeo's zu melden, daß die Quadrilla in den Ge⸗