Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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zuläßt, daß ſie nach Altkaſtilien eindringen,“ fugte der Alcalde hinzu,'ſo iſt es blos darum, damit ſie da ihr Grab finden. Nicht wahr, mein Sohn?“—

»Ja, lieber Vater.“—*Wir muͤſſen,“ fuͤgte jezt der Pfarrer hinzu,»uns ins Gebirge zuruͤckzie⸗ hen.“—*Ja wohl, muͤſſen wir es,“ riefen alle

einſtimmig, und der einmuͤthige Sntſchluß ward ſo⸗ gleich ausgefuͤhrt.

Einige junge Burſchen uͤbernahmen ehrerbietig die Fortſchaffung der heiligen Monſtranz, des ſilber⸗ nen Chriſtusbildes und der Fahnen der Gemeinde; andere trugen auf Tragbahren, die man in der Eil verfertigt hatte, die Alten des Dorfes fort. Der Neſtor der ganzen Umgegend, der zu ſehr von der Laſt der Jahre gedruͤckt war, um die Huͤtte ſeiner Vaͤter verlaſſen zu koͤnnen, blieb in ſeiner Wohnung zuruͤck; es war Leonardo's Vater. Der Pfarrer beeilte ſich, ihm ſofort die Sünden ſeines Lebens, das jezt ſeinem Erloͤſchen nahe war, zu vergeben. Der Alcalde, indem er den Greis, den er nicht mehr wiederzuſehen hoffen durfte, und ſeine Frau, welche mit ihnen die Flucht ergriff, und ſeine Tochter um⸗

armte, deren Augen erſt jezt, wo die Dhraͤnen blos dem Großvater und dem Vaterlande zu fließen ſchie⸗

nen, zu weinen anfiengen, ſchien ſelber einen Augen⸗ blick bewegt zu ſein, dann verſammelte er die ganze Mannſchaft. Alle Maͤnner, theils mit Piken, theils

mit ſchlechten Flinten bewaffnet, zogen ab, um ſich

in das Lager der Beſiegten zu begeben, waͤhrend die Frauen mit Thraͤnen in den Augen ihren Gatten und