41
ſich zu Kultur, zu milderen Sitten, ja zu den Genuͤſ⸗ ſen civiliſirter Voͤlker, die Geiſtlichkeit verlor einen Dheil ihrer muͤßig daliegenden Geldkapitale, und er⸗ langte dafuͤr ein Anſehn, das nicht mehr auf Aber⸗ glauben und Unwiſſenheit, ſondern auf die Dankbar⸗ keit und Hochachtung der Voͤlker gegruͤndet war, un⸗ ſere Granden endlich ſahen nun die Zeiten wieder⸗ kehren, wo ſie, anſtatt in dem Muͤßiggange des Hof⸗ dienſtes zu vegetiren, an der Spitze der Staatsver⸗ waltung und der Kriegsheere ſtanden.
Gewiß, Spanien durfte ohne Schaam ein Lvos annehmen, welches ſich Italien, Deutſchland und Holland gefallen ließen, und das die edeln Soͤhne Polens ſich herbeiwuͤnſchten. ueberdies war Napo⸗ leons Macht faſt unbegrenzt, alle Throne hatten ſich unter ſeine Hand gedemuͤthigt, Don Ferdinand ſel⸗ ber hatte uns durch ſein eigenes Beiſpiel gelehrt, die Herrſchaft der Gewalt anzuerkennen. Warum hatte auch die Dazwiſchenkunft Frankreichs, die von den Kaſtiliauern des vorigen Jahrhunders ſo gern geſehen worden, die Kaſtilianer in der heutigen Zeit mit Unwillen erfuͤllen ſollen, wo die Nothwendigkeit ſie zum Geſetz, die Zeitumſtaͤnde ſie zu einer wahr⸗ haften Wohlthat machen?
Doch nein, die Leidenſchaften der Menſchen woll⸗ ten es anders. Die Fremden machten ſich jeden Fußbreit Boden auf unſerer Halbinſel ſtreitig, die Englaͤnder verheerten unſere Provinzen, die Pluͤnde⸗ rung veroͤdete unſere Staͤbte, das Feuer aͤſcherte un⸗


