36 des Kaiſers Bruͤdern, der bereits Konig beider Sici⸗ lien war. f635
Erſt nach dieſem gethanen Schritte geſchah es,
daß ein gewiſſer Aragonier, der ſeinem Stande nach ein Schaͤfer, ſeiner Reigung nach aber ein Schleich⸗ haͤndler war, und der, obwohl er fruͤher dem Hauſe Heſterreich angehangen, jezt auf einmal ſich fuͤr das Haus Bourbon erklaͤrt hatte, aus Haß gegen die Franzoſen, denen er es noch immer nicht verzeihen konnte, daß ſie uns Bourbons auf den Thron gegeben, insgeheim einem Mitgliede der Junta eine Verfuͤ⸗ gung Don Ferdinands uͤberbrachte, worin dieſer uns anbefahl, die Landesregierung an einen Ort hin zu verlegen, wo ſie vor fremdem Einfluß ſicher waͤre, und zu Aufrechthaltung des Staatswohls die Cortes zuſammenzuberufen.
Dieſe Verfuͤgung veranlaßte unter den Mitglie⸗ dern der Regentſchaft einen langen Wortwechſel. Sie haͤtten ſich hiebei blos auf den Punkt des Rechts beſchraͤnken, und die Grundſaͤtze der Religion und der Monarchie befragen duͤrfen, um zu wiſſen, wem unter ſolchen Umſtaͤnden allein nur Gehorſam ge⸗ buͤhre, und ſie wuͤrden dann gewiß bald erkannt ha⸗ ben, daß nach der erfolgten Abdankung des Prinzen zu Gunſten ſeines Vaters, nach ſeiner Annahme der Vertraͤge, wodurch der Scepter in die Haͤnde einer andern Dynaſtie gelegt wurde, er aufgehoͤrt habe, uͤber Spanien zu herrſchen, und daß Napoleon, ver⸗ moͤge der von Carl dem Vierten ausgegangenen, frei⸗ willigen Ernennung, und vermoͤge der Zuſtimmung


