Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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mich, ohne meine traurige Bekuͤmmerniß zu heben. Die naͤchſt verfloſſenen Jahre„ die einſame Lage, worin mich mein Bruder gelaſſen, und worin uͤber⸗ haupt alle, die von der Welt ausſcheiden, von ihren Familien gelaſſen werden, hatten in meinem Herzen keinesweges die Neigungen meiner Kindheit vertilgt. Ich brachte die Nacht in unaus ſprechlicher Angſt zu. Bisher hatte ich immer geglaubt, daß die Schlaflo⸗ ſigkeit und die Verzweiflung blos in den Zellen unſe⸗ rer Kloͤſter wohnten, und ſiehe da, jezt benetzte ich mit meinen Thraͤnen die Eiderdunen eines Palaſtes. Ich hatte erſt dieſen Morgen den verwuͤnſchten Auf⸗ enthalt im Kloſter verlaſſen, und ſchon hatte ſich die Traurigkeit meiner von neuem wieder bemaͤchtigt; noch nie hatte ich mich in einer ſolchen Beſtuͤrzung und Verwirrung befunden, und doch war ich ja jezt in volle Freiheit geſetzt. Ach, was iſt das fuͤr ein ewig bewegtes Daſein, worin es uͤberall nur Leiden, nirgends Ruhe, noch weniger irgendwo Gluͤck giebt!

Zweites Kapitel⸗

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Voll Ungeduld erwartete ich den Aufgang der Sonne, um nach dem Hotel der Markiſin eilen zu koͤnnen. Allein ich fand es leer und oͤde. Ich er⸗ fuhr, daß die Dienerſchaft, der Kapellan, meine El⸗ tern,— die, ohne daß ich es wußte, in Freiheit geſetzt worden waren,— es bereits ſeit den erſten