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etwas feierliches und erhabenes, deſſen Betrachtung meinen Geiſt in eine neue Sphaͤre von Gefuͤhlen und Ideen emporhob. Geheimnißvolle, hohe Beſtim⸗ mung des Menſchen! Die Kraͤfte und die Majeſtaͤt der Natur koͤnnen ſich vor ſeinen Blicken nicht ent⸗ falten, ohne daß ſein Geiſt durch den Anblick der Schoͤpfungswunder veredelt und erhoben wird. Die Allmacht der Natur mag immmerhin alles aufbieten, ſie vermag doch nicht, ſich groͤßer zu zeigen, als er iſt.
Ich verſuchte jezt den Erdboden wieder zu er⸗ reichen. Nach einem langen Gange, auf welchem ich von Zeit zu Zeit ſtehen blieb, um die furchtbar erhabene Scene, welche ich jezt verlaſſen ſollte, noch einmal zu genießen, war ich endlich in eine minder grauſenvolle, aber auch minder ſchoͤne Region ge⸗ langt, als auf einmal eine unbekannte Melodie in mein Ohr drang. Es war, als vernaͤhme man den Ton der Aeolsharfe, die der Fremdling ſo gern in den Bergruinen Helvetiens und Schwabens aufzuhaͤngen pflegt. Ich warf meine Blicke nach allen Seiten hin, ſah aber nichts, als die wilde Einoͤde. Dieſe ſanften und zarten Klaͤnge, welche eine harmoniſche Stimme von Zeit zu Zeit zu uͤbertoͤnen ſchien, kon⸗ traſtirten ſeltſam mit dem rauſchenden Toſen des Sturms. Der Geſang verſtummte jezt, doch mein entzucktes Ohr glaubte ihn noch immer zu verneh⸗ men. Gleich darauf ſperrte mir eine Felſenmaſſe den Weg. Ich ſchlug einen ſchmalen Fußpfad ein, der ſich durchs Haidekraut hinſchlaͤngelte, und als⸗


