Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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hatte den Kopfabſchlagen laſſen wollen, unter andern auch: die Verbrechen Godoy's verloͤren ſich in den Rechten des Thrones. Wie konnte die Hand eines Monarchen, der kaum ſeit ge⸗ ſtern auf den Thron gehoben worden war, ſolche Worte niederſchreiben! Noch nie hatte ein gekroͤntes Haupt eine tiefere Verachtung gegen die Menſchheit geaͤußert.

Heutzutage freilich hat Napoleon vermoͤge einer gerechten Vergeltung es erleben muͤſſen, daß die Ge⸗ walt, dieſes rohe Werkzeug, welches er mit einem gewiſſen Aberglauben handhabte, ſo wie die Heiden wohl das hoͤlzerne oder eiſerne Götzenbild, das ihrer Hände Werk iſt, anzubeten pflegen, daß dieſe Gewalt gegen ihn ſelber angewendet worden iſt. Dies war auch nur der einzig moͤgliche Weg, um dieſen ko⸗ woſſalen und doch keineswegs vollkommenen Menſchen zu uberfuͤhren, fur den es keine moraliſche Welt gab, und deſſen atheiſtiſchem Geiſte die Welt der Erkenntniß blos Hebel und Waffen darbot. Ein ſolcher Mann, in unſern Zeiten der Civiliſation auf einen der erſten Throne Europa's geworfen, mußte wie ein entſetzlicher Misgriff der Vorſehung, wie ein beweinenswerther Rückſchritt der Zeit, wie eine Wiederkehr der alten Barbarei, oder etwa ſo erſcheinen, wie Alarich einſt in den Palaͤſten Roms, oder wie Mohammed der Zweite in den Mauern von Byzanz. Ein ſolcher Nachfolger der franzoͤſiſchen Revolution mußte vermoͤge ſeiner Werke und Ueberlieferungen die Schickſale der Menſch⸗ heit auf drei Jahrhunderte lang gefaͤhrden.