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deiner Verbannung in Amerika hatte ich in deinen Briefen eine gewiſſe Vorliebe fuͤr jemanden wahrge⸗ nommen, die ich weder billigen, noch auch bekaͤmpfen durfte. Ich konnte die, welche du liebteſt, nicht achten, und wußte, daß ſie gegen mich voll feindſeli⸗ ger Geſinnung war; ich wußte ferner, daß alle Lei⸗ denſchaften des gluͤhendheißen Andaluſiens in ihrem Herzen gaͤhrten, und ſchrieb auf Rechnung dieſes ihres alten Haſſes die Unthat, zu welcher der Arm Fortunato's gedungen war. Konnte ich dir aber da⸗ mals das Innere meiner Gedanken eroͤffnen? Konnte ich der Empfindung, welche dein ganzes Daſein aus⸗ zufuͤllen ſchien, bloße unbegruͤndete Vermuthungen entgegenſtellen? Gewiß nicht; und dennoch machte ich mir wegen meines Stillſchweigens Vorwuͤrfe, ja ich war mehr als jemals Willens, es zu brechen, aber immer draͤngte deine Kaͤlte jedes Wort auf meiner Zunge wieder zuruͤck. Bei meiner Ueberraſchung, bei meiner Beſturzung uͤber dieſe deine Veraͤnderung wußte ich nichts beſſeres, als dich zu meiden und einſqm zu weinen. Da ich aus dem Kreiſe deiner Liebe einmal verbannt war, und nicht mehr die Geſtaͤndniſſe deiner Freuden und deiner Leiden vernehmen ſollte, ſchien mein Tagewerk auf dieſer Erde geendigt zu ſein.“ „Deine Maria iſt ein gar ſchwaches Rohr, ſobald deine Zuneigung ſie nicht mehr unterſtuͤtzt. Du biſt ihre Kraft, du wirſt einſt ihr Stolz ſein; du allein vermagſt ſie uͤber den Kummer zu troͤſten, den ſie als Tochter und als Spanierin mit dir theilt, mit jedem Tage wird ſie dich mehr zu ihrem Gluͤcke beduͤrfen.


