Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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richtigere Anſichten als die höheren Staͤnde, weil die vermittelnden Kombinationen ſeinen Blick nicht hem⸗ men oder irre fuͤhren. Es prophezeite laut blutige Scenen voraus. Auf den Geſichtern zeigte ſich ein duͤſtrer Stolz ausgeprägt, unter den Maͤnteln blink⸗ ten Waffen hervor, alle Figuren ſchritten gerader ein⸗ her, der Kaſtilianer ſchien um einen Fuß hoͤher gewor⸗ den zu ſein.

Eines Tages kam Antonio zu mir, und fragte mich, ob es wahr ſei, daß dieſe Heiden aus dem Nor⸗ den unſerem Don Ferdinand die Krone ſtreitig zu ma⸗ chen ſuchten.„Ich fuͤrchte es,“ gab ich ihm zur Antwort.—„Wozu es fuͤrchten?“ erwiederte der Andaluſier.„Wir wollen ſie ſchon umbringen.“

Ein anderes mal ſah ich einen großen und ruͤſtigen Lazarone, ſeine Mutter und ſeinen Großvater, neben einander auf demſelben Straßenpflaſter, wo ſie von Vater auf Sohn das Licht der Welt erblickt hatten, niedergekauert ſitzen und ſich im Schein der Fruͤhlings⸗ ſonne ſonnen. Dem Gelaͤchter oder dem Nitleid der franzoͤſiſchen Soldaten ſtellten ſie eine ruhige und ſtolze Miene entgegen. Der junge Menſch richtete ſich endlich mit ſeiner hohen Geſtalt empor, kam auf mich zu, und ſagte:„Herr Oberſt, es ſcheint, daß wir bald Krieg bekommen werden. Einer meiner Freunde, der ſo eben von einer Wallfahrt nach dem Chriſtusbilde zu Burgos zuruͤckgekehrt iſt, hat mir geſagt, daß ſeit einiger Zeit die Gebeine des Grafen Gonzalez aus ihrem Grabe hervorſchreien, und Euer Gnaden werden wiſ⸗ ſen, daß dieſes Mirakel jedesmal ſich ereignet, wenn