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war nun auf einmal uͤber den Haufen geworfen. Der franzöſiſche Oberfeldherr erwartete neue Verhaltungs⸗ befehle, und ſieng nun damit an, vorlaͤufig gegen eine Revolution zu proteſtiren, die er nicht vorausge⸗ ſehen hatte.
Dieſe Antwort war ein Donnerſchlag. Die erſten franzoͤſiſchen Diviſionen hatten bereits ihre Fahnen vor den Thoren von Madrid aufgepflanzt, und waren eben im Begriff, in die Hauptſtadt einzuruͤcken. Man meinte, der König muͤſſe ſich in die Mauern ſeiner von den Franzoſen beſetzten Hauptſtadt begeben, die Liebe ſeines Volkes zu öffentlichen Aeußerungen vermogen, und der Seelengroͤße Napoleons dadurch ſchmeicheln, daß er ſich voll Zutrauen mitten unter die Bajonette deſſelben hinſtelle. Ich ſprach von Gefahr und von Wuͤrde. Man lachte uber meine Rathſchlaͤge, ja ich hatte den Schmerz, meinen Freund Don Carlos un⸗ ter der Zahl meiner hartnaͤckigſten Gegner zu ſehen, und um meine beſtändigen Einwuͤrfe los zu werden, gab man mir den Auftrag, nach Madrid abzugehen, um dort die noͤthigen Voranſtalten fuͤr die Aufnahme des Koͤnigs zu treffen.
Bei meiner Ankunft hallte die Hauptſtadt von Trompetengeſchmetter wieder; unter kriegeriſcher Mu⸗ ſik zogen ſo eben die Kohorten von Jena ein. Die ganze Einwohnerſchaft, beſonders die blauen Maͤntel, waren ungeachtet des Regens, der in Stroͤmen herab⸗ ſiel, ihnen bis vor die Thore hinaus entgegengegangenz die Balcone waren mit Frauen beſetzt, die ihre
Schnupftücher ſchwenkten und ihren Beifallruf unter i8 7


