Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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Zweites Kapitel.

Den folgenden Morgen, bald nach Tages An⸗ bruch, ward ich zum Comthur gerufen. Nicht ohne einen edeln Zorn entrichtete ich den Zoll des Gehor⸗ ſams an den maͤchtigen Mann, gegen den ich Haß und Verachtung hegte. Es giebt ein gluͤckliches Alter, wo man ſolche Pflichtleiſtungen nur mit Erroͤthen an⸗ nimmt. Mein uͤbermuͤthiger Mitſchuͤler empfieng mich mit dem ſtolzen Geberdenſpiel eines Schauſpie⸗ lers, der zum erſtenmal einen großen Herrn macht.

„Ich bin zufrieden mit euch,“ ſagte er zu mir, indem er die kuͤhne Sprache ſeines Beſchuͤtzers nach⸗ aͤffte.„Ich ertheile euch hiermit das Ordenskreuz Karls des Dritten und das Oberſten-Patent. Ihr ſehet, daß ich geleiſtete Dienſte bedeutend zu belohnen weiß. Man kann jezt wohl auf euch rechnen. Wir gedenken euch jezt eine Sendung nach Frankreich auf⸗ zutragen, das heißt, nach Preußen oder nach Ruß⸗ land, denn dieſer Teufelskaiſer entſchluͤpft einem be⸗ ſtaͤndig; denkt man, er ſei an der Weichſel, ſo iſt er bereits am Ende der Welt. Ihr werdet ſehr gut dazu paſſen, um ihm in dem gegenwaͤrtigen Augenblick vorgeſtellt zu werden; er kann naͤmlich die Englaͤnder nicht leiden, und ihr habt ſie ſo eben wie die Mario⸗ netten im Cervantes behandelt. Napoleon wird mit euch von dieſem glaͤnzenden Treffen ſprechen, und ihr werdet ihm da die weiſen Maßregeln entwickeln koͤn⸗ nen, die wir genommen haben, um unſere uberſeei⸗