Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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30 Stande ſind. Ja vielleicht ſind auf jenem ſchluͤpfrigen und taͤuſchenden Schauplatz der politiſchen Welt gerade die Menſchen, die fur große Tugenden geſchaffen ſind, ammeiſten in Gefahr, zu ungeheuern Verbrechen herab⸗ zuſinken.

Alles, was nicht zur regierenden Camarilla ge⸗ hoͤrte, war darin unter ſich einverſtanden, daß man die Ausſoͤhnung Don Manuels mit Don Ferdinand bewirken muͤſſe. Maria weigerte ſich, dieſe Plaͤne zu unterſtutzen, indem ſie meinte, daß man durchaus mit der Schande keiue Abkunft treffen muͤſſe. Der Comthur, der ſich in den Ausſichten ſeines Ehrgeizes und ſeiner Liebe zuruͤckgewieſen ſah, brach in furcht⸗ bare Drohungen aus. Er erklaͤrte, daß er ſich dafuͤr raͤchen werde, und ſeine Geſichtszuͤge zeigten, daß er Wort halten wuͤrde. Matea triumphirte ſowohl uͤber die Wuth Jaime's, als uͤber die neue Ungnade, in welche die Markiſin fiel, und uͤber die ſteigende Verle⸗ genheit des Friedensfurſten.

In dieſer Verwirrung entſchloß ſich Don Manuel, einen bedeutenden Schritt zur Annaͤherung an die eng⸗ liſche Parthei zu thun; er uberredete ſich, daß, wenn er ein Waffenbuͤndniß mit ſeinen Gegnern eingienge, er ihren Haß entwaffnen wuͤrde. Das Ungewitter der vierten Cvalition thuͤrmte ſich damals bereits murmelnd an den Ufern des Rheines auf. Sir Georges war trunken von Hoffnungen; ſeine Selbſttäuſchungen fanden insgeheim bei dem Herrn beider Spanien Ein⸗ gang und bewogen ihn zu der heilloſeſten aller Thor⸗ heiten.