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Ich war ſechzehn Jahr alt, als ich der Welt Lebe⸗ wohl ſagen mußte. Das Kloſter hatte fur mich nichts abſchreckendes. Man ſtellte mir immer nur den Ruhm vor, den es bringe, ein Ordenskleid zu tragen; und ſo beſchaͤftigte dieſe Ausſicht ganz allein meine Blicke, ja ich war ſtolz darauf. In Frankreich klopft das Herz nur dann ſo voll Freude und Stolz, wenn man den Kriegerdegen ſich umzuguͤrten im Begriff iſt.
Mein Vater—— hier hielt der Einſiedler inne und warf unruhige Blicke um ſich her. Nach einer Weile fuhr er dann wieder fort:
Mein Vater fuͤhrte mich in das Kloſter, wo mir eine Stelle beſtimmt war. Es war San Lorenzo del Escorial, dies ſeltſame und rieſenhafte Denkmal der Macht, der Froͤmmigkeit, vielleicht der Gewiſſens⸗ angſt Philipps des Zweiten. Der Familienname, den ich fuͤhrte, machte meine Aufnahme leicht; Be⸗ weiſe fuͤr die Reinheit meiner Abſtammung wurden nicht gefordert. Ganz Spanien wußte, daß nie ein Saracenen- oder Israelitenmaͤdchen das Bett meiner Vorfahren entweiht hatte.
Vier Jahre waren mir in meinem geweihten Ker⸗ ker verſtrichen; das Jahr 1806 war herangekommen. Spanien ſah ſich in einen Zuſtand der Noth verſetzt, zu welchem wohl noch nie ein Reich ſo tief herabgeſun⸗ ken ſein mochte. England ſetzte den Angriffen des Friedensfuͤrſten den ungluͤcklichen Kolonialkrieg ent⸗ gegen; es wiegelte die Terra Firma auf. Man wußte, daß Buenos Ayres von Englands Waffen bedroht ſei,
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