Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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mer anhalten muß. Waͤhrend ich die Scene, die ſich vor meinen Blicken entfaltete, naͤher betrachtete, ent⸗ deckte ich in meiner Naͤhe einen Mann, an den Rumpf einer vom Blitz zerſpalteten Eiche gelehnt, deſſen herab⸗ haͤngende Haͤnde ein halboffenes Buch hielten. Seine

nach der aufgehenden Sonne oder nach Spanien hin⸗ gewendeten Augen waren von einigen Thraͤnen befeuch⸗ tet, aus denen indeß die milde Flamme der Tugend oder das Feuer eines lebhaften Geiſtes hervorzuſtrahlen ſchien; es war der Galeerenfluͤchtling. Ich ſah, daß er bei meinem Anblick zu entfliehen im Begriff war, und um ihn nicht in ſeinem Nachfinnen zu ſtören, trat ich in die Einſiedelei, die nicht weit von dieſer Stelle entfernt war.

Die heilige Behauſung ſteht nicht oͤde, ſondern wird von einem Einſiedler bewohnt. Dieſer erſchien mir minder von Jahren gedruckt, als durch die Leiden ſeiner ewigen Einſamkeit abgehaͤrmt. Sein großes ſchwarzes Auge, das von fruͤhzeitigen Runzeln um⸗ geben war, ſtrahlte von einem Feuer, das eine noch ganz jugendliche Phantaſie ankuͤndigte. Erempfieng mich mit baskiſchen Redensarten, deren Bedeutung ſein geſchwaͤchter Verſtand nicht einmal zu verſtehen ſchien, und zeigte mir hinter ſeiner Kapelle das duͤſtre Kabinett, worin er ſein Leben zubrachte, ohne Geraͤth,

außer einem zerbrochenen Seſſel, ohne anderen Aus⸗

ſchmuck, außer einem Kruzifix, ohne andere Geſell⸗ ſchaft, außer einem kleinen Feuer, deſſen Rauch kei⸗ nen Ausgangehatte. Der Einſiedler hatte ſich auf die Stufe eines Altars geſetzt, der die Hälfte der kleinen