Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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all das Gute aufzählen, das die Spanier in ihren Kolonien nicht gethan, und alles das Boͤſe, was ſie daſelbſt gethan haben.*) Freilich ha⸗ ben es dieſe Gegenden ſehen muͤſſen, wie der Fanatis⸗ mus und die Habſucht Tauſende hinopferte, und zwar in dem Anfange eines Jahrhunderts, welches ſpaͤterhin in dem Nittelpunkt des civiliſirten Euro⸗ pa's das Schauſpiel der Bartholomaͤusmacht geben ſollte; freilich hat eine von Gluͤck und Religions⸗ eifer trunkene, ihren Leidenſchaften zuͤgellos erge⸗ bene Soldatesca ihre Siege mit denſelben Greuel⸗ thaten befleckt, womit das brittiſche Kabinett in un⸗ ſern Tagen an den ufern des Indus und Ganges ſeine Siege entweiht hat; allein ſoll man denn bei einer ſchon drei Jahrhunderte lang dauernden Herr⸗ ſchaft immer nur an die wuͤthenden Gewaltſchritte einiger Abenteurer denken, welche dieſelbe gruͤnde⸗ ten? Dies hieße ja, die Monarchie Ludwigs des Vierzehnten mit dem erſten Eindringen der Fran⸗ ken, die Regierung Karls des Dritten mit der Niederlaſſung der Vandalen und Gothen ver⸗ wechſeln.

Nan wunderte ſich, daß eine Handvoll Kaſti⸗ lianer ſo große Reiche habe unterwerfen koͤnnen; allein der Grund liegt darin, daß die einzigen civi⸗ liſirten Volker, die unſeren Soldaten begegneten,

) Geiſt der Geſete, Buch 10. Kap. 4. 19*