ren Aufmunterungen, ihrer Schoͤnheit treu blieben, vielleicht auch durch die Erinnerung an das Vater⸗ land begeiſtert und froh waren, nach dreihundert Jahren endlich wieder einmal die Wonne der Schlacht zu genießen.
Don Marcos, der in eben dem Grade unkluͤger war, als er an Kraft ihr nachſtand, begnuͤgte ſich nicht damit, auf die Europaͤer heftig loszuziehen, ſondern ſprach auch von einer religioͤſen und politi⸗ ſchen Reform. Die Ideen von Volksherrſchaft und von voͤlliger Gleichheit, die von einem Demagogen, der ſie nicht einmal verſtand, mit Ungeſtuͤm vorge⸗ tragen wurden, ſetzten eben ſo ſehr die Werkzeuge als die Beſchuͤtzer des Aufſtandes in Schrecken. Den erſteren erſchienen dieſe tollen Reden als ruchlos, den lezteren als gefahrdrohend. Der Kreolenheld war faſt ohne Schwertſchlag geſtuͤrzt, als die koͤnig⸗ lichen Truppen den fliehenden ereilten.
Don Marcos und Guatimotzila verſchanzten ſich in den dichten Waͤldern und hinter den ſpitzigen Gi⸗ pfeln des Actopan⸗Gebirges. Es war Nacht. Der Himmel der Wendekreiſe entfaltete ſeine groß⸗ artigen Sternbilder, zahlloſe Johanniswuͤrmchen flo⸗ gen wie ſpruͤhende Feuerfunken umher, und es war, als ob die Erde ebenfalls ihre Sterne haͤtte, ſo gut wie das Firmament, fallende Sternſchnuppen zogen nach allen Richtungen hin feurige Furchen durch die Atmoſphaͤre, und die Koͤnigin der Naͤchte hatte auf ihrem feierlichen Gange den Himmelsbogen entlang einen ungeheuern Kranz von blaͤulichen und vergol⸗


