43 den Vorzug, den Beherrſchern, die in den ver⸗ ſchiedenen Reichen der Halbinſel den Thron beſtie⸗ gen, aus ihrem Stamme Gemahlinnen und Muͤt⸗ ter zu geben.
Die Haupturſache dieſer voͤlligen Umgeſtal⸗ tung der ehemaligen Verhaͤltniſſe Spaniens iſt zum Theil in der Einfuͤhrung der Majorate zu ſuchen, die, obwohl erſt vor wenigen Jahrhun⸗ derten in Spanien eingerichtet, dennoch die un⸗ glaublichſten Veränderungen bei uns hervorgebracht haben.
Wenn die Urheber dieſer Staatseinrichtung es blos auf die Zerſtoͤrung des Landbaues auf die Entvoͤlkerung der Provinzen, mit einem Wort auf Elend und deſſen getreue Gefährtin, die Unwiſſen⸗ heit, abgeſehen haͤtten, ſo war ihr Zweck auf das vollkommenſte erreicht; allein ſie wollten auch noch eine große und kräftige Ariſtokratie aufſtellen, und ſo hat denn ihre kurzſichtige Staatskuuſt nichts wei⸗ ter gethan, als den Glanz des alten kaſtilianiſchen Adels verdunkelt. Durch ſie hat Spanien einen großen Theil jener Namen eingebußt, die ſich aus der Mitte der Voͤlker wie lebendige Pfeiler ihres Ruhmes erheben. Und das iſt es, was das uͤbrige Europa noch nicht genugſam weiß.
Der Markis von C***, der Großvater mei⸗ nes Vaters, hatte waͤhrend ſeiner Feldzuͤge in Ita⸗


