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Der Geſchichtſchreiber wuͤrde einen Theil ſeiner Aufgabe nicht geloͤſt zu haben glauben, wenn er nicht ſeine Leſer durch die langen Reihen von Graͤbern der Altvordern fuͤhrte, aus deren Nitte ſein Held ent⸗ ſprungen iſt. Ich bequeme mich dieſer Sitte an, und zwar, wie ich hoffe, ohne Stolz, aber auch ohne jene faͤlſchlich erheuchelte Beſcheidenheit. Wenn ich auch nicht zu denen gehoͤre, die etwas darein ſetzen, veraͤchtlich auf jene Familienjahrbuͤcher herabzuſehen, in denen von Jahrhundert zu Jahrhundert Namen glaͤnzen, die der Menſchheit ewig verehrungswuͤrdig ſein werden, ſo weiß ich doch auch, daß es beſſer iſt, gar keine Ahnen zu haben, als ihrer unwuͤr⸗ dig zu ſein. Welches auch immer die Herkunft eines jeden ſein mag, derjenige, der ſeinen Soͤh⸗ nen Ehre macht, ſteht tauſendmal hoͤher, als der Abkoͤmmling von Koͤnigen, wenn dieſer ſeinen Va⸗ tern keine Ehre macht.
Meine Familie gehoͤrte zu der Zahl kaſtiliani⸗ ſcher Haͤuſer, in deren Adern blos königliches Blut rinnt. Einigen Genealogen zufolge, von Chlodwig, nach andern, was ich dahingeſtellt ſein laſſe, von Priamus abſtammend, maͤchtig, wenig⸗ ſtens ſeit den Zeiten der Gothen, ſpaͤterhin an den Kaͤmpfen des Pelagius theilnehmend, trat mein Geſchlecht in den Nationalverſammlungen mit Glanz unter den Ricos homes auf, eine Art edler Ari⸗ ſtokratie, wovon die heutige Grandezza nur ein ſchwacher und zweifelhafter Schatten iſt. Meine Ahnen theilten mit den beruͤhmteſten Geſchlechtern


