Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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weil er dort einen Menſchen angekroffen, der ſo eben ſeinen Vater geopfert hatte. Der Gedanke an ſo große Greuelthaten war für das ganze Dorf ſchauder⸗ erregend, und ich ſelbſt empfand etwas von dieſem Eindruck. Einem Menſchen zu begegnen, der durch die niedrigſte Zuͤchtigung gebrandmarkt iſt, floͤßt daſ⸗ ſelbe Grauen ein, wie jene naͤchtlichen Geſpenſterer⸗ ſcheinungen, womit der Aberglaube des Volkes ſich traͤgt. Nur daß jenes aus dem Aberglauben des Gewiſſens entſpringt, wogegen die Vernunft uns gluͤcklicher Weiſe keine Schutzwaffen an die Hand giebt.

unterdeß war der Abend herangekommen, und die Spiele begannen von neuem. Die Maͤdchen, alle in ihrem ſchoͤnſten Sontagsſtaat, tanzten nach dem Klange des Tambourin's. Das ganze Dorf war um ſie her verſammelt und geſellte ſich ihren Beluſtigun⸗ gen bei, nur einige ſpaniſche Mauleſeltreiber, in ih⸗ ren treuen Mantel gehuͤllt, unterſchieden ſich vor dem uͤbrigen Kreiſe durch eine Stellung, die ſo wuͤrdevoll war wie ihre Tracht. Aus den Fenſtern meines Wirthshauſes hatte ich eine Ausſicht auf dies Feſt, und ſah es eine lange Weile mit Vergnuͤgen an. Doch bald zog ein eichener Schrank voll beſtaubter Buͤcher, der an der Mauer befeſtiget war, meine Auf⸗ merkſamkeit auf ſich. Dieſe beſcheidene Bibliothek pot meiner Neugierde nichts weiter dar, als Meßbuͤ⸗ cher, in der Landesmunbart von Bearn geſchrieben, ein ſpaniſches Buch uͤber Alchymie, theologiſche Ab⸗ handlungen der Univerſitäͤt zu Pamplona, eine