Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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keit abſpiegeite. Er war noch jung, doch mitten aus ſeinen dunkeln Locken glaͤnzte ein Büſchel ſchnee⸗ weißer Haare gleich jenen Flaͤmmchen, welche die Kahler aus den Koͤpfen ihrer Heiligen hervorquillen laſſen. Auf ſeinem ruhigen und ernſten Geſicht konnte man Energie, Stolz und Hinneigung zu du⸗ ſtern Gedanken leſen; blos ſein Auge verrieth ein feuriges Gemuͤth. Obwohl er ganz wie die Basken gekleidet war, ſo errieth man doch ſehr leicht, daß er nicht unter ihnen geboren ſei. Sein rother Guͤr⸗ tel hatte auf der linken Seite eine Schleife, die ihm mehr Zierlichkeit gab, ſein Kragen war mit mehr Ge⸗ ſchmack zuruͤckgeſchlagen, ſeine Haare, vorn abge⸗ ſchnitten, wallten hinten in laͤngeren Locken auf ſeine Schultern herab,— ein Brauch im Lande Bearn, der ſich vielleicht noch von den alten Germanen her⸗ ſchreibt. In ſeinem Baret, einer Art von flacher Muͤtze, die ſeitwaͤrts auf den Kopf geſetzt wird, haͤtte man den Fremden leicht fur einen unſerer langgelock⸗ ten Koͤnige der Vorzeit halten koͤnnen. Ich fuͤr mein Theil konnte ihn nicht verkennen. Es war derſelbe, deſſen Gegenwart auf den Domi⸗ nicaner und auf den Andaluſier in der Herberge zu Urdax einen ſo ganz verſchiedenartigen Eindruck ge⸗ macht hatte. Als die Veſper geendigt war, bot er mit vielem Anſtande der jungen Frau, die ich vor ihm bemerkt hatte, Weihwaſſer dar. Die Menſchenmenge theilte ſich, um ihn durchzulaſſen, die Muͤtter zeigten ihn ihren Soͤhnen, und die Kinder folgten vermoͤge der grauſamen Neugierde ihres Alters ihm auf dem