Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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Donna urraca. Francisca, welche nachlaͤßig am Fenſter ſaß, ohne Zweifel, um den Geliebten noch länger ſehen zu koͤnnen, drehte ſich bei dem zulezt ausgeſprochenen Worte lebhaft um, ihr Buſen wallte heftiger unter dem Mieder, wovon er eingepreßt war, und die Hoffnung ſchien darin an die Stelle der Betruͤbniß zu treten. Trompetenklang kuͤndigte jezt die Ankunft einer Escadron an, an deren Spitze ein General ritt. Der Tambour des Dorfes ver⸗ ſuchte auf den Trompetengruß zu antworten, die Einwohner liefen herbei und miſchten unter die Aus⸗ rufungen der Soldaten ihr Geſchrei; Es lebe die Conſtitution! es lebe der conſtitutionelle Koͤnig! Ueberraſcht und unwillig zeigte ſich der Pater Procu⸗ rator und der Intendant am Fenſter. Bei ihrem Anblick ſchwiegen oder entfernten ſich die eingeſchuͤch⸗ terten Landleute, und einige Frauen, deren Oppoſi⸗ tion ſich anfangs durch ein dumpfes Schweigen an⸗ gekuͤndigt hatte, faßten wieder Muth. Doch der Pfarrer erſchien; ſeine Kirchkinder reiheten ſich um ihn her, und durch ſein Beiſpiel wieder beruhigt, ſo wie durch die Gegenwart der Dragoner geſtaͤrkt, ſcheuten ſie ſich nicht mehr, das gelbe und rothe Band an ihren Huͤten aufzuſtecken. Die Ramen der heiligen Verfaſſungsurkunde und des vielgeliebten Ferdinand drangen aus dem Munde Aller. Der Ordensgeiſtliche und der Finanz⸗ beamte erkannten ſich fuͤr beſiegt; ſie raͤumten das Schlachtfeld und entfernten ſich durch eine Thuͤr, die nach dem Gebirge hinaus ging.