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fort,„der es begreifen könnte, daß Heſterreich und Frankreich ſich ſeit beinahe drei Jahrhunderten bekämpfen.“
„Aber die Courſe ſinken, Sire,“ bemerkte der Herzog von Richelieu.
„Um ſo beſſer,“ ſagte Ludwig,„hören Sie, Kaunitz?“
Leibeigene der Fürſtin brachten in feierlichem Zuge den Bohnenkuchen und ſtellten ihn auf den Tiſch.
„Sire!“ ſagte die Woronzow,„eröffnen Sie den Boh⸗ nenkönig. Das Spiel kommt aus den Niederlanden. Jeder ſchneidet von dem Kuchen, und wer in ſeinem Antheile die Bohne findet, iſt Bohnenkönig, wählt ſeine Königin—“
„Oder ſeinen König,“ meinte Ludwig.
„Und herrſcht an dieſem Abend unumſchränkt.“ Da⸗ mit reichte die Fürſtin dem Könige das Meſſer.
Während ſich die Geſellſchaft fröhlich um den Kuchen gruppirte, das Meſſer von Hand zu Hand wanderte, Jeder ſein Stückchen unter Lachen der Uebrigen vergebens nach der Bohne durchforſchte, ſaß Gabriele abſeits, das Köpſchen geſenkt.
„Du biſt traurig, Töchterchen,“ ſagte Richelieu, und beugte ſich über die Lehne ihres Seſſels.
„Haben mich nicht alle meine Anbeter verlaſſen?“ ſchmollte die Kleine.
„Alle?“ ſagte der Herzog.—
„Albemarle, der König, Kaunitz—“
„Und ich?“
„Du?“
„Liebe ich Dich nicht?“ ſprach Richelieu.
„Richelieu!“ rief ſie zornig.
„


