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Raſch beugte ſie ſich hinab. Kaunitz dictirte ihr die Antwort.
„Kommt er?“
„Er kommt! fort!“ befahl ſie.
Kaunitz ſchlüpfte hinter den Fenſtervorhang.
„Und wenn er in Flammen geräth?“ ſagte die Fürſtin.
„Werden Sie zu Eis!“ erwiederte er.
„Und wenn er mich in Flammen ſetzt?“ ſagte ſie boshaft.
„Dann mache ich ihn kalt!“ rief er und zog ſich zurück.
Die Fürſtin warf ſich in den Lehnſtuhl, welcher an dem Fenſter ſtand und blickte in die Nacht.
Knyphauſen trat herein. An der Schwelle blieb er ſtehen, eine Rolle in der Hand und hielt Rath.
„Die Serenade hat ihre Wirkung gethan, jetzt kommt die Ode in hundertfünfzig Stanzen.“ Er ſah die Ruſſin an. „Wie ſchön ſie iſt! ich bin allein mit ihr, ganz allein, aber ich habe Grundſätze. Wenn ſie mich nur anſehen wollte.“ Er huſtete.
Die Fürſtin machte eine Bewegung.
„Sie ſind es,“ ſagte ſie,„Sie haben eine Unterredung verlangt.“
„Erfleht,“ ſtammelte er,„ich habe— weil— da— da⸗ mit— denn—“
„Sie wollen ſich entſchuldigen,“ bemerkte die Fürſtin.
Ihre Ruhe ſetzte ihn vollends in maßloſe Verlegenheit.
„Ja!— ent— entſchuldigen,“ ſprach er,„daß— daß ich— daß Sie— daß ich— ich lebe—“
„Daß Sie mir die Serenade gebracht haben.“
„Richtig— die Serenade und dann— daß—“
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