38 ich glaube, wenn Sie ſeiner Frau den Hof machen würden, könnte dieß allein Urſache werden, daß Sie Ihre Päſſe bekommen.“
„Gut zu erfahren,“ ſagte Kaunitz.
„Sie machen ihr aber nicht den Hof?“ fragte der Lord mit einigem Mißtrauen.
„Noch nicht,“ entgegnete Kaunitz.
„Excellenz werden doch nicht einen neuen Krieg herauf⸗ beſchwören wollen?“
„Ja wohl, Excellenz, einen trojaniſchen Krieg um die ſchöne Helena des Palaſtes Machault.“
Albemarle zuckte die Achſeln und ſchob den dreieckigen Hut unter den Arm, ein Zeichen, daß er ſich empfahl.
„Und die fünfhunderttauſend Patacons?“
„Werden nicht mehr gezahlt.“
Nachdem Graf Kaunitzden engliſchen Diplomaten biszur Schwelle begleitet hatte, kehrte er zu ſeinem Secretair zurück.
„Sind Sie fertig?“
„Ja,“ ſagte dieſer und überreichte dem Grafen einen gefalteten Bogen.
Kaunitz las:
„Protokoll über die Unterredung mit Seiner Excellenz dem königlich großbritanniſchen Botſchafter Lord Albe⸗ marle.“
III.
Kaunitz beſuchte täglich die Promenade. Hier ſpann er ſeine Beziehungen zu den Damen, den geiſtreichen Krei⸗


