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zu entgehen, indem ſie den Frieden um jeden Preis zu ihrer Loſung machte.
Dies wußte Kaunitz. Mit der Ueberzeugung gerüſtet, daß der franzöſiſche Bevollmächtigte auf alle Bedingungen eingehen werde, erſchien er auf dem Congreſſe zu Aachen.
Sein Werk war es, daß Maria Thereſia nichts verlor, als Schleſien, das ihr ſchon das erſte Kriegsjahr und der erſte Friedensſchluß mit dem Könige von Preußen genom⸗ men hatte. Mit Erſtaunen erfuhr Europa die Bedingungen des Friedens zu Aachen. Maria Thereſia hatte ein mäch⸗ tiges Reich geſichert, ihre Feinde ihr Pulver umſonſt ver⸗ ſchoſſen, nicht einmal der König von Preußen zeigte ſich zu⸗ friedengeſtellt. Seine Abſichten auf Böhmen waren ein offenes Geheimniß.
Kaum war der Friede unterzeichnet, als neue diplo⸗ matiſche Schachzüge begannen. Man ſah der Berufung des glücklichen Bevollmächtigten von Aachen nach Wien, einem Miniſterwechſel entgegen, als der Graf ſeine Koffer packen ließ und ſtill, wie er zu kommen und zu gehen pflegte, den öſterreichiſchen Geſandtſchaftspalaſt in Paris bezog, um den Wiſſenſchaften und den ſchönen Künſten zu leben und den Hof von Verſailles zu unterhalten.
„Seine Excellenz iſt eben aufgewacht,“ ſagte der Kam⸗ merdiener des Grafen Kaunitz, indem er einem einfach, aber ſehr anſtändig gekleideten Manne die Thürvorhänge des kleinen Empfangszimmers zurückſchlug.
Der Eintretende ſah nach der Uhr.„Ich wußte es,“


